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Expandieren Sie nach Spanien: den aufstrebenden E-Commerce Markt

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat sich der spanische E-Commerce Markt relativ langsam entwickelt. Da momentan noch vieles im Umbruch ist, bieten sich attraktive Möglichkeiten für internationale Onlineverkäufer.

Spanien hat mit der Rezession eine schwere Zeit hinter sich. Aber inzwischen ist Spanien, mit einem von Secure Trading ermittelten 60 prozentigen Onlinekäuferanteil, zum größten E-Commerce Markt Südeuropas aufgestiegen. Letztens hat es sowohl Italien als auch die Türkei überholt.

Lesen Sie mehr über den spanischen Marktplatz und erhalten Sie Tipps zur Eroberung der spanischen Onlinekäufer.

Spanien: Ein aufstrebender Marktplatz mit enormem Onlineverkaufspotential

Laut einer Studie von Comision Nacional de los Mercados y la Competencia übersteigt der Kauf ausländischer Produkte in Spanien den Verkauf. Daher birgt der aufstrebende Marktplatz ein großes internationales Handelspotential.

Zunächst einige Fakten und Zahlen zum Onlineverkauf:

  • 8 Prozent aller Internetnutzer sind Spanier
  • Jeder Nutzer gibt im Jahr durchschnittlich 513 Euro aus
  • Einer der größten Onlineverkaufstage in Spanien ist der Cyber Monday
  • Die beliebteste Verkaufskategorie ist Kleidung und Schuhe, direkt gefolgt von Essen und Trinken.
  • Spanisch ist nach Englisch und Mandarin die am dritthäufigsten gesprochene Sprache der Welt.

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Der spanische Onlinekäufer

Spanier sind laut, gehen mit Fremden freundlich und herzlich um und lieben es zu trinken und zu essen….

… das sind die Bilder und Gedanken, die man im Kopf hat, wenn man sich den typischen Spanier vorstellt. Egal, ob dies zutrifft oder nicht…

… aufgrund der Krise sind spanische Käufer immer auf der Suche nach günstigen Preisen und finden diese oftmals im Internet. In Spanien leben 47 Millionen Menschen und 59 Prozent davon nutzen das Internet.

Aber wie genau tickt der spanische Onlinekunde?

Der typische spanische Onlinekäufer ist:eBay_onlineverkauf_seasonality

  • 25-49 Jahre alt (meistens zwischen 35 und 49)
  • Lebt in einer urbanen Umgebung und hat eine Vollzeitbeschäftigung
  • Verfügt über ein abgeschlossenes Studium
  • Kommt aus der Mittel- oder Oberschicht.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Spanier Gratisgeschenke lieben. Es kommt nicht darauf an, was es ist, solange es nichts kostet, sind sie begeistert.

Der spanische Käufer wird immer digitaler

Spanier lieben den klassischen Handel. Aber seit der Einführung neuer Technologien haben sich die Gewohnheiten ein wenig verändert. Es gibt zum Beispiel ein neues Phänomen namens iPad Sunday. Es beschreibt die Haupteinkaufszeit am Sonntag zwischen 18 und 19 Uhr.

Interessanterweise geben Spanier am iPad Sunday mehr Geld (Warenkorbwert) über ihre Tablets (42€) als über ihre Smartphones (34 €) aus.

Überwinden Sie Vertrauensprobleme und gewinnen Sie den spanischen Onlinekäufer

Im Allgemeinen gefällt den Spaniern das Onlineshopping sehr, aber leider brechen viele von ihnen den Kauf vor der abschließenden Bestellung ab. Nicht nur weil ihnen der Preis zu hoch ist, sondern auch aufgrund von mangelnder Sicherheit und fehlendem Vertrauen.

Einige Käufer fühlen sich eventuell unwohl, weil sie das Produkt vorher nicht in den Händen halten können. Andere werden von der Notwendigkeit abgeschreckt, ihre persönlichen Daten bei der Bezahlung einzugeben.

Was sind die Hauptgründe für abgebrochene Onlinekäufe?

  • Die kostenlose Versandoption ist nicht verfügbar
  • Die Produkte sind zu teuer
  • Der Verkäufer hat kein Vertrauen in die Rückgabemöglichkeiten
  • Käufer fühlen sich bei der Bezahlung unsicher und wollen ihre persönlichen Daten nicht preisgeben
  • Käufer verstehen nicht genau, was sie kaufen und haben nicht genug Produktinformationen, um dem Angebot zu vertrauen.

Um Ihre Chance auf einen Verkaufsabschluss zu erhöhen, müssen Sie alle potentiellen Vertrauensprobleme überwinden. Geben Sie Ihren Käufern beispielsweise ausführliche Informationen zum Produkt und stellen Sie Fotos und Kundenbewertungen zur Verfügung. Darüber hinaus sollten Sie mit vertrauensvollen und bekannten Zahlungsdienstleistern zusammenarbeiten.

Um spanischen Onlinekäufern mehr Sicherheit zu geben, sollten Verkäufer:

  • Käuferbewertungen zur Verfügung stellen, die belegen, dass andere Kunden keine Probleme mit ihren Bestellungen hatten.
  • Sichere Bezahlmethoden wie Google Wallet oder PayPal anbieten.
  • Sicherstellen, dass die Käufer über ihr Rückgaberecht in Kenntnis gesetzt werden, um einer mögliche Angst vor unwiderruflichen Käufen vorzubeugen.
  • Sicherstellen, dass der Käufer den Händler problemlos kontaktieren kann.
  • Genug Informationen und ausführliche Produktbeschreibungen zur Verfügung stellen.

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Source: Landmark Global

Zusammengefasst:

  • Spanische Onlinekäufer finden niedrige Preise und Werbegeschenke besonders reizvoll.
  • Eine einfache Rückgabe ist ihnen wichtig.
  • Sie wollen sich beim Kauf eines Produktes, das sie nicht sehen können und das die Eingabe ihrer persönlichen Daten erfordert, sicher fühlen.
  • Sie erwarten ihre Lieferung innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Populäre E-Commerce Kategorien in Spanien

Bei Produktpräferenzen verhalten sich die Spanier genau wie ihre europäischen Nachbarn. Sie suchen im Internet meist nach Kleidung, Schuhen, Elektronik und Büchern. Darüber hinaus kaufen sie online auch gerne Autoteile und Nahrungsmittel.

Eine E-Commerce Studie aus dem Jahr 2015 von Cetelems El Observatorio Cetelem gibt Aufschluss über einige interessante Fakten bezüglich der Kategorien und des Verkaufs in Spanien.

Laut der Studie sind Freizeitprodukte in Spanien besonders beliebt. 65 Prozent kaufen Tickets für Shows und Konzerte, Bücher und Musik und tätigen Restaurantreservierungen im Internet.

Es gibt eine große Bandbreite an Produktkategorien, die spanische Konsumenten interessieren. Eine vielversprechende Ausgangsposition für internationale Transaktionen…

Im Jahr 2015 wurden 30 Prozent aller Verkäufe über das Internet getätigt. Zu den weiteren Kategorien, die für Spanier besonders interessant sind, zählen:

  • Reisen (63 Prozent der Kunden kaufen online)
  • Mode (55 Prozent der Kunden kaufen online)
  • Elektronik (54 Prozent der Kunden kaufen online)
  • Schuhe und Accessoires (51 Prozent der Kunden kaufen online).

Erwähnenswert ist, dass spanische Käufer sich zuerst bei Freunden und Familie nach Empfehlungen erkundigen, bevor sie einen Kauf tätigen. Mit anderen Worten, die Reputation des Verkäufers und die Bewertung seiner Produkte sind extrem wichtig.

Die Studie hebt außerdem hervor, dass …

  • 35 Prozent der Käufer ein mobiles Endgerät nutzen (im Vergleich zu nur 23 Prozent im Jahr 2014).
  • 72 Prozent der spanischen Konsumenten eine Bezahlung via PayPal bevorzugen.

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E-Commerce in Spanien: Bezahlmethoden und der mobile Trend

Die beliebtesten Kartenanbieter in Spanien sind Visa und MasterCard (57,1 Prozent und 39,9 Prozent Marktanteil). Weitere Bezahlmethoden sind Allopass, Bezahlung bei Lieferung, SafetyPay, Teleingreso oder Trustly.

Die momentan wichtigsten Trends in der E-Commerce Industrie sind die mobilen Bezahlmethoden und die sogenannte Contactless Technology. Spanien ist in Europa ein schnell wachsender mobiler Markt.

Laut einer Umfrage von Nielsen ist das Bedürfnis nach einem Einkauf über mobile Endgeräte in Spanien noch verbreiteter als in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in Zukunft einen mobilen Einkauf beabsichtigen. In Großbritannien hingegen waren es nur 25 Prozent.

E-Commerce in Spanien: Social Media und Onlineverkauf

45 Prozent der spanischen Bevölkerung teilen Informationen über soziale Netzwerke. Dieser Anteil liegt über dem weltweiten Durchschnitt von 36 Prozent. Spanier nutzen auch beim Einkauf gerne Social Media, um sich verschiedene Meinungen einzuholen und Produkt- und Markenbewertungen anzusehen.

Zwei von drei Internetnutzern schätzen die Bewertungen anderer Konsumenten. Ihre Meinungen werden über spezielle Internetportale (59 Prozent) und Blogs (31 Prozent) eingeholt. Onlinekäufer nutzen Social Media auch, um sich über Marken zu informieren: Facebook (41 Prozent), Twitter (38 Prozent) oder Instagram (21 Prozent).

65 Prozent gaben an, dass für sie ein erneuter Einkauf bei Firmen, die sie über Social Media betreut haben, durchaus in Frage kommt. Allerdings sind auch 65 Prozent dagegen, dass Firmen soziale Netzwerke als Ersatz für Kataloge oder Werbeangebote nutzen.

Logistik in Spanien

Im Bereich Logistik hinkt Spanien im Vergleich zu den westeuropäischen Marktführern ein bisschen hinterher. Correos, der spanische Postdienstleister, versucht der E-Commerce Nachfrage mithilfe von Lieferanten wie Seur und MRW gerecht zu werden. Seur hat sich auf eine Lieferung nach Hause spezialisiert und MRW bietet dazu auch noch örtliche Abholstationen an.

Spanien und internationaler Handel

Spanien ist einer der europäischen Märkte mit dem größten Potential für inländisches und internationaler E-Commerce. Von den Top 5 Onlinehändlern in Spanien stammen 4 aus dem Ausland: Amazon, Apple, LeGuide.com und die PPR Group.

Es ist bemerkenswert, dass im 1. Quartal 2013, 56,5 Prozent aller spanischen E-Commerce Transaktionen auf ausländischen Seiten getätigt wurden. Die bevorzugten Länder für einen internationalen Onlineeinkauf sind Frankreich, die Vereinigten Staaten, Deutschland und China.

Laut Statista wird der B2C E-Commerce Verkauf in Spanien bis zum Jahr 2017 auf 28,04 Milliarden Dollar steigen.

B2C E-Commerce Verkauf in Spanien von 2014 bis 2017 (in Milliarden US Dollar)

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Quelle: Statista

Laut Paypers:

  • wurden 56,5 Prozent aller spanischen E-Commerce Transaktionen auf ausländischen Seiten getätigt.
  • Sind beim internationalen Einkauf Einrichtungsgegenstände und Kleidung & Schuhe die populärsten Kategorien.
  • Kaufen spanische Kunden am häufigsten in Großbritannien (14,2 Prozent), China (12,5 Prozent), den USA (10,3 Prozent) und Deutschland (9,9 Prozent) ein. Dies sind prozentuale Anteile der gesamten internationalen Einkäufe Spaniens.
  • Verkaufen spanische Onlinehändler meistens nach Großbritannien (3,9 Prozent), Italien (3,5 Prozent) and Frankreich (3,9 Prozent). Dies sind prozentuale Anteile am Verkauf in den entsprechenden Ländern.

Internationaler E-Commerce in Spanien: Herausforderungen und Verbesserungspotential

Die E-Commerce Branche in Spanien birgt viel Potential, aber sieht sich auch einigen Herausforderungen und Verbesserungsmöglichkeiten gegenüber. Die Onlinebezahlmethoden beispielsweise lassen noch viele Wünsche offen.

Die meisten Probleme gibt es mit der Sicherheit und Anwendbarkeit. Es gibt jeden Tag zahlreiche fehlgeschlagene Bezahlversuche: 35 Prozent aller kaufwilligen Kunden können den Bezahlvorgang nicht erfolgreich abschließen.

Zu den Hauptgründen für die fehlgeschlagenen Versuche zählen:

  • Zu strenge Anti-Betrugs Filter
  • Begrenzungen bei Kreditkartenkäufen
  • Mangelnde Auswahl an Bezahlmethoden.

Auch im Bereich des M-Commerce sind einige Verbesserungen erforderlich. Das mobile Potential wird noch nicht ausgeschöpft. Auch wenn Spanien eine der höchsten Nutzungsraten von Smartphones aufweist, sind viele Spanier noch nicht mit M-Commerce vertraut. Nur 6 Prozent der Smartphonebesitzer nutzen ihr Telefon zum Onlinekauf.

Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis sich das M-Commerce etabliert und daher sollten sich Onlinehändler bereit halten. Insbesondere wenn es um die mobile Anpassung ihrer Websites geht.

Sie wollen in Spanien online verkaufen? Denken Sie zuerst an die Sprache!

localisation-ecommerceLaut dem allgemeinen Vorurteil ist das Englisch vieler Spanier durchaus verbesserungswürdig. Eine Studie von OCU belegt, dass es 9 von 10 Spaniern peinlich ist, auf Englisch zu kommunizieren.

Sie denken über einen Verkauf in Spanien nach? Behalten Sie im Hinterkopf, dass die Sprache der entscheidende Faktor ist. Die offizielle Landessprache Spanisch wird von 72 Prozent der Bevölkerung gesprochen.

Hinzu kommt, dass es weltweit 414 Millionen spanische Muttersprachler gibt. Damit ist Spanisch nach Mandarin die zweithäufigste Muttersprache.

Was Sie also auf jeden Fall beachten sollten ist, …

…dass es beim E-Commerce in Spanien mehr auf die Sprache als auf die geographische Lage ankommt.

Dies bedeutet auch, dass viele Ihrer potentiellen internationalen spanischen Kunden in Südamerika zu finden sind.

Wenn Sie also über einen Verkauf in Spanien nachdenken, kommunizieren Sie auf Spanisch. Passen Sie Ihre Angebote an die Käufer vor Ort an. So haben Sie die Chance, Millionen von Spanisch sprechenden Menschen auf Ihre Produkte aufmerksam zu machen.

Zusammengefasst

Obwohl Spanien von der Finanzkrise und den hohen Arbeitslosenzahlen stark beeinträchtigt wurde, wächst die E-Commerce Branche im Land. Dank ihr waren die Spanier in der Lage, ihre Kaufkraft zu steigern.

Spanien ist eines der heißesten Länder auf dem europäischen Kontinent. Dies gilt für Wetter und internationales E-Commerce Potential gleichermaßen.

Da in Spanien mehr internationale Produkte gekauft als verkauft werden, sollten Onlinehändler definitiv über eine Expansion auf den spanischen Marktplatz nachdenken.

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Sie verkaufen bereits Produkte nach Spanien? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns in der unteren Kommentarspalte!

Quellen und weitere Informationen

Zeit für internationale Onlinehändler Australien zu erobern: Fakten und praktische Tipps
Italien: Ein boomender E-Commerce Markt
Frankreich: Europas drittgrößter Marktplatz
Großbritannien: Eine E-Commerce Erfolgsgeschichte
USA: Die weltweite E-commerce Supermacht
Deutsche Verkäufer kennen Cross Border Trading und internationalen Verkauf
http://landmarkglobal.com/en_PL/trends-insights/e-commerce-in-spain-trends-facts-and-figures/
http://landmarkglobal.com/wp-content/uploads/Country-factsheet-Spain-EN-1.pdf
http://www.asendia.com/en/blog/which-products-are-spanish-consumers-buying-online/
http://www.asendia.com/nn/know-how/trends-in-spanish-e-commerce/
http://saleslayer.com/blog/multiplatform-catalogues/facts-about-ecommerce-in-spain
www.securetrading.com/blog/thinking-expanding-spain-10-quick-facts-spanish-ecommerce/