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Was Sie wissen müssen, um Ihren E-Commerce-Umsatz auch nach dem Brexit zu rocken

Es gibt kein Zurück mehr. Artikel 50 wurde verabschiedet. Brexit. Was jetzt, fragt sich der E-Commerce-Verkäufer. Können eventuelle Währungsschwankungen oder (un)erwartete Änderungen in der Gesetzgebung nun für die internationalen Verkaufsmöglichkeiten eine Rolle spielen? Online-Händler müssen sich vorbereiten.

Wie können Sie Ihr E-Commerce-Geschäft angesichts des Brexit vorbereiten? In gewissem Maße liegt es an Ihnen, ob dieses wirtschaftliche und politische Ereignis für Ihr E-Commerce-Geschäft ein Segen oder ein Fluch sein wird. Lesen Sie weiter und finden Sie heraus warum.

Hallo, es ist Brexit Zeit … viele E-Commerce-Verkäufer haben bemerkt …

… dass sich die Dinge geändert haben. Auf der einen Seite hat der Rückgang des Pfundes gegenüber anderen Währungen die Anzahl der Bestellungen für viele britische Einzelhändler erhöht. Auf der anderen Seite können britische Verkäufer, die aus dem Ausland importieren, bedeutend höhere Kosten verzeichnen.

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Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass diese unmittelbaren Auswirkungen nur zu kurzfristigen Ergebnissen führen. Es ist gefährlich anzunehmen, dass jetzt jeder wegen der Pfund-Situation von britischen Verkäufern kaufen wird.

Die langfristigen Auswirkungen können für den weltweiten Handel ziemlich destabilisierend sein. Es ergeben sich jedoch auch neue Chancenpotenziale, die Verkäufern Raum für neue globale Lösungen und Ressourcen lässt.

Die neue Realität könnte demnach den grenzüberschreitenden Handel noch stärker vorantreiben und den Verkäufern und Käufern gleichermaßen zugute kommen.

Wie dem auch sei, nichts ist gewiss.

Wäre es nicht großartig, wenn es eine Kristallkugel gäbe, die Währungsschwankungen und Gesetzesänderungen voraussagen könnte? Wenn Sie ein Online-Shop-Besitzer sind, möchten Sie sicherlich gerne wissen, wie die Post-Brexit Zukunft aussieht. Allerdings müssen wir die tatsächlichen Auswirkungen dieses Ereignisses noch herausfinden.

Brexit wurde in die Wege geleitet. Internationale Online-Händler müssen sich vorbereiten.

Das offizielle Schreiben, in dem Artikel 50 verabschiedet wird, wurde veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich hat seine Reise begonnen, sich von Europa zu trennen. Obgleich Sie jetzt denken, dass Ihre persönliche oder geschäftliche Tätigkeit vom Brexit betroffen wurde- die Übergangszeit ist leider noch nicht vorbei.

Es gibt viele Fragen. Und eine Gewissheit: Es gibt kein Zurück mehr.

Während der Brexit-Prozess immer weiter voranschreitet, beobachtet die E-Commerce-Welt den weiteren Verlauf der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen ganz genau. Die nachkommenden Ereignisse werden Auswirkungen auf den Online-Handel in Großbritannien, Europa und darüber hinaus haben.

Jetzt ist es an der Zeit, sich auf das vorzubereiten was uns in den kommenden Monaten oder Jahren bevorstehen wird.

Lassen Sie uns Ihnen noch eine weitere Gewissheit geben: Es ist keine gute Idee, Ihren Online-Shop dem Zufall zu überlassen. So sehr die Zukunft noch ungewiss ist, Sie können bereits einige Vorbereitungen treffen.

Brexit ist hier und der weltweite E-commerce muss sich der neuen Realität stellen.

Das schwache Pfund macht viele britische Verkäufer stärker

Gemäß dem neuesten IMRG MetaPack UK Delivery Index erleben britische Einzelhändler einen Anstieg der internationalen Bestellungen, wobei fast ein Drittel aller Online-Bestellungen im Januar ins Ausland versandt wurden.

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Einzelbestellungen in Großbritannien stiegen im Januar 2017 um 11,3% und 32% aller Bestellungen kamen aus dem Vereinigten Königreich. Von diesen Bestellungen gingen 59% in Länder der EU.

Das schwache Pfund hat das Vereinigte Königreich zu einem attraktiven Preis-Leistungs- Shopping-Ziel gemacht.

In den Monaten nach dem Brexit gab es eine große Zunahme an Bestellungen außerhalb der EU. Der wahrscheinliche Grund dafür ist der gegenüber dem Pfund stärker gewordene Dollar, welcher die Nachfrage in den USA förderte. Ein ähnlicher Anstieg des durchschnittlichen Bestellwertes wurde auch in der EU festgestellt.

Einige Einzelhändler wurden damit sofort profitabler indem Sie z. B. zum gleichen Euro / Dollar-Preis mit einer höheren Gewinnspanne verkauften.

Die Währungssituation bot auch die Möglichkeit wettbewerbsfähiger zu bleiben, indem die Euro / Dollar-Preise entsprechend der Änderung des Pfunds gesenkt wurden.

Aber das schwache Pfund bedeutet auch höhere Kosten.

Viele E-Commerce-Websites verwenden US-Software, z.B. einen Hosting-Anbieter oder eine Plattform. Wenn die Preise in Dollar berechnet werden, gibt es eine sofortige Kostenerhöhung, sobald das Pfund schwächelt ist.

Zum Beispiel konnten Londoner Tech-Startups, deren neueste Technologie auf den Amazon Web Dienstleistungen aufgebaut, und in Dollar abgerechnet wurde, bereits einen Kostenanstieg verzeichnen.

Britische Verkäufer, die in erster Linie aus den USA importieren, wurden durch die Abwertung des Pfunds negativ beeinflusst. Dies konnte bisher durch eine Umsatzsteigerung auf den EU-Märkten kompensiert werden.

Aber die langfristigen Kosten und Gewinne müssen sich jedoch noch zeigen.

Sollten E-Commerce-Verkäufer sich um die Post-Brexit-Gesetzgebung Sorgen machen?

Das Vereinigte Königreich ist bekanntlich der der am weitesten entwickelte E-Commerce-Markt in Europa und einer der führenden in der digitalen Wirtschaft. Die EU ist ihr größter Handelspartner und viele britische Unternehmen sind stark mit der EU verbunden und durch ihre Gesetzgebung beeinflusst.

ecommerce-brexit-zukunftWelche Auswirkungen wird es auf den Umsatz haben, wenn nach dem Brexit das Vereinigte Königreich oder die EU neue Regelungen verabschieden? Wenn Großbritannien nicht mehr Teil des Binnenmarktes ist, werden Fernabsatzregelungen wie Zölle und Steuern nicht mehr ganz so einfach sein. Zu den erwarteten Änderungen gehören die Umsatzsteuerbestimmungen.

Darüber hinaus kann das Vereinigte Königreich seine eigenen Tarife auf Importe verhängen. Großbritannien kann in Europa sehr wettbewerbsfähig werden. Auf der anderen Seite könnten eventuelle Geoblocking Gesetze Großbritannien daran hindern, ein Low-Cost-Anbieter außerhalb der EU zu werden und dazu zwingen, seine Bemühungen anderswo zu konzentrieren.

Aber wieder hätten wir den Wunsch, dass es eine Kristallkugel gäbe …

Brexit & internationaler E-Commerce-Vertrieb

Das geschwächte Pfund kurbelte den Umsatz in Großbritannien gewaltig an, da weltweit die Online-Käufer nach Deals shoppten. Diese Umsatzsteigerung geschieht im Einklang mit dem wachsenden Trend für den grenzüberschreitenden E-Commerce.

Seit den Währungsschwankungen nach dem Brexit-Referendum sind die kleinen Hersteller ziemlich erfolgreich dabei geworden im Ausland wettbewerbsfähig zu werden.

Auf der anderen Seite glauben, nach einer Umfrage von Global-E, mehr als 50% der britischen Einzelhändler, dass der grenzüberschreitende Handel nach der Brexit Realität komplexer wird.

Was treibt die Hoffnung, wenn Brexit das Blut in den Adern vieler Unternehmer gefrieren läßt? Der Aufstieg globaler E-Commerce und Online-Technologien, zusammen mit einem geschwächten Pfund, könnte Kleinunternehmen stabile Exportvoraussetzungen gewährleisten.

Brexit wird einen enormen Einfluss auf die Weltwirtschaftslandschaft haben. Dennoch, trotz des Unbekannten …

… die Zukunft dem Zufall zu überlassen, klingt nicht wie die beste Idee.

Es gibt keine eindeutigen Antworten, aber …

Für Online-Händler ist es besser zu agieren statt zu reagieren: Suchen Sie nach Lösungen!

Nun könnten Sie in Versuchung kommen zu glauben, dass Sie aus dem Schneider sind. Der geschwächte Sterling-Wert könnte möglicherweise für Ihren Verkauf von Vorteil sein oder es kann auch der Fall sein, dass Sie noch nichts nach Großbritannien exportieren und somit NOCH nicht vom Brexit betroffen sind.

Aber Vorsicht…

Währungsschwankungen und die aktuelle Situation können in Bezug auf den gesamten, langfristigen wirtschaftlichen Erfolg irreführend sein. Die gesamte E-Commerce-Welt wird vom Brexit beeinflußt und der grenzüberschreitende Handel wird ein heikles Thema sein.

Mit anderen Worten, Sie müssen auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein.

  • Sie müssen den Überblick über die aktuellen Ereignisse behalten.
  • Sie müssen E-Commerce-Trends folgen.
  • Sie müssen bei der Suche nach Lösungen kreativ sein.

Es gibt keine Garantie, dass die Lösung, die sich im Augenblick als die Beste herausstellt, diese auch noch in 5 Jahren sein wird. Aber Sie müssen Alternativen in petto haben, unabhängig davon, ob Sie in Großbritannien verkaufen oder nicht, oder planen dies zu tun.

Die Welt der Möglichkeiten für E-Commerce-Verkäufer ist … die ganze Welt.

Warum also nicht das Länder-Portfolio, in dem Sie Ihre Produkte verkaufen, erweitern? Fördern Sie Ihr Geschäftswachstum außerhalb Großbritanniens und Europas. Starten Sie Ihren Online-Shop oder verkaufen Sie weiterhin international.

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Nicht nur ist dies Ihre Chance, Ihre Einnahmen zu multiplizieren, es könnte auch die Rettung Ihres Geschäft im Falle eines Notfalls sein.

Zum Beispiel, wenn ein Land, aus irgendeinem Grund irgendwann aufhört rentabel zu sein, können Sie die Situation in anderen Märkten untersuchen, um mehr Mühe dort einzusetzen, wo die Prognosen am aussichtsvollsten sind.

Sie müssen Ihr E-Commerce-Geschäft, die Technologie und Abläufe vorbereiten. Dies wird Ihnen helfen, das Beste aus neuen Möglichkeiten auf internationalen Märkten zu schöpfen.

Online-Shop Besitzer und Marktplatzverkäufer sollten auf jeden Fall einen internationalen Ausbau ihres E-Commerce-Geschäfts erwägen. Automatisierte E-Commerce-Lösungen ermöglichen es weltweit zu expandieren und ihren internationalen Online-Shop-Verkauf, als auch den Marktumsatz zu steigern.

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Kurz zusammengefasst

E-Commerce-Verkäufer sollten sich der potenziellen Möglichkeiten und Herausforderungen bewusst sein, nachdem Großbritannien sich von Europa verabschiedet.

Können wir wirklich voraussagen, was passieren wird?

Im Moment ist es mehr Vermutung als eine bestimmte Geschäftsvorhersage. Dennoch…

Die abwartende Haltung kann zu verlorenen Gewinnen und einem langfristigen Geschäftsversagen führen.

E-Commerce-Verkäufer sollten die bevorstehenden Herausforderungen annehmen und die Erfahrungen, die sie den Käufern in Europa und darüber hinaus anbieten, neu bewerten.

Der gegenwärtige Anstieg der Verkäufe durch die starke Abwertung des britischen Pfunds sollte nicht mit der Wiederbelebung der Wirtschaft verwechselt werden. Tatsache ist, dass …

…wirtschaftliche Erschütterungen an die Oberfläche kommen könnten, wenn der Brexit zur Realität wird.

Weiterführende Literatur und andere Quellen

econsultancy.com/blog/68003-ecommerce-in-the-uk-post-brexit-positives-negatives-opportunities/

bizreport.com/2017/03/brexit-triggers-rise-in-international-orders-for-uk-retailer.html

ecommerce-europe.eu/news-item/ecommerce-europe-brexit-update-perspective-british-e-commerce-smes/

en.shopware.com/news/budget-2017-talks-why-brexit-demands-merchants-have-a-reliable-ecommerce-platform/

businessadvice.co.uk/insurance/export/ecommerce-and-weak-pound-could-be-key-to-success-for-uk-exporters/

thoughtshift.co.uk/retail-ecommerce-and-brexit-in-2017/

pcr-online.biz/news/read/is-the-uk-s-ecommerce-channel-the-first-casualty-of-brexit/038877